Verfasst von: concrema | Juli 7, 2008

Qype: Markthallen München in München

Muenchen

Nach vier Jahren ist es endlich mal wieder soweit, Tag der offenen Tür in der Münchner Großmarkthalle und im direkt angrenzenden Schlachthofgelände in der Zenettistraße, im Jahr 2007 zu den *Markthallen München* fusioniert. Schon am frühen Sonntagmorgen herrscht reger Betrieb, vor dem offiziellen Beginn um halb zehn treffen die ersten Menschen ein, um sich zu informieren, vielleicht um Ausschau nach einem besonderen Schnäppchen zu halten. Über den ganzen Tag verteilt sollen es fast 80 000 Münchner gewesen sein, die zum Tag der offenen Tür ins Feinschmecker-Paradies gekommen sind. Die einen um zu schauen, die anderen um zu staunen, und viele andere, um sich schlichtweg mal wieder den Bauch so richtig vollzuschlagen. An vielen Ständen wurden kleine Köstlichkeiten gratis angeboten, an anderen wurden diese gegen einen geringen Obolus angeboten. Ganz besonders eng ist es um die Mittagszeit geworden, da gab‘s fast kein Durchkommen mehr. Neben den Obst-, Gemüse-, Blumen- und was weis ich noch alles für Ständen in den verschiedenen Hallen, wurden vor den diesen in erster Linie Waren für das leibliche Wohl der Besucher angeboten. Das Angebot reichte von der gebratenen Sau am Spieß über Fisch, Steckerlfisch, gebratene Händerl, Pizza bis zum Gelato.

Auch die „Gaststätte Großmarkthalle“ ist nach längeren Renovierungsarbeiten rechtzeitig zum Tag der offenen Tür wiedereröffnet worden. Aber der Andrang war so groß, das man nur mit großem Glück einen Platz fand, sowohl das Lokal als auch der Biergarten platzte aus allen Nähten. Über 1 000 seiner berühmten Weißwürste soll der Wallner an den Mann gebracht haben, von denen viele, ich eingeschlossen, meinen, es wären die besten der Stadt.

Besonders aufgefallen ist mir noch der Obstverkäufer gegenüber der Halle 1, der im Stil eines Marktschreiers vom Hamburger Fischmarkt seine Waren an den Mann und natürlich auch an die Frau gebracht hat. Er hat sein Obst und Gemüse gleich mit einem passenden Korb und vielen Sprüchen verkauft. Einer der mir im Ohr geblieben ist, lautete ungefähr so: „Ich bin das Obst-Sozialamt, wer hier nicht kauft, kann nur noch bei Aldi oder Lidl klauen“.

Ganz im Sinne des Schlagworts *„einheimisch, exotisch, extraklasse!“* ist ein buntes und vielseitiges Programm für jedermann angeboten worden – eine Mischung aus Information und Unterhaltung. Gerade auch für Familien mit Kindern war einiges geboten, vom Kinderland mit Hüpfburg, über einen Märchenerzähler sowie Sarina mit ihrer Schlangenshow und bei einer großen Markthallen-Rallye gibt es viel zu erfahren und zudem einiges zu gewinnen.

Nicht zu vergessen auch die vielen musikalischen Darbietungen der verschiedensten Künstler. Selbst der Wettergott hatte ein Einsehen und somit seinen Beitrag zu einem sehr schönen Tag geleistet.

Mein Beitrag zu Markthallen München – Ich bin concrema – auf Qype

Verfasst von: concrema | Juli 3, 2008

Qype: Tagträumer in München

MuenchenCafesCafes

Jetzt hab ich’s doch endlich geschafft, hier auch endlich mal zum Mittagstisch – ganz schön altmodisch – also verbessere ich mich, natürlich zum Lunch, noch besser Businesslunch vorbei zu schauen. Wenn ich allerdings ganz ehrlich bin, ist mir erstens der Unterschied zwischen Lunch und Businesslunch bisher immer noch nicht klar geworden, geschweige denn, dass sich vielleicht jemand gefunden hätte, der mir das freundlicherweise erklärt hätte, und zweitens, drittens und auch viertens kann ich die inzwischen totale Verfremdung der deutschen Sprache nicht mehr ganz nachvollziehen.

Aber jetzt zum wesentlichen, für eine Mittagspause nach alter deutscher Art war ich schon reichlich spät, etwa viertel vor zwei, da bereiten sich viele Schreibtischtäter, Beamte und sonstige Berufstätige schon auf den sicher wohlverdienten Feierabend vor, die neue IT-Generation hat vielleicht gerade am PC platzgenommen. Hat aber den Vorteil, dass man in dem kleinen, ungewöhnlich ausgestattetem Lokal, mit einer für mich sehr gemütlichen, ja direkt heimischen Atmosphäre, auch direkt einen Platz findet, was 1 bis 2 Stunden früher eher schwierig sein soll. Sehr gut gefällt mir auch die Seite – Neudeutsch Homepage – auf der immer schon samstags für die kommende Woche die Mittagskarte nachzulesen ist, ein ganz hervorragender Service.

Ich war also schon vorinformiert, aber die sehr nette, junge und überaus hübsche Bedienung hat mich noch gefragt, ob ich denn noch Serrano-Schinken zur bestellten Pasta mit Tomaten, Oliven und Rucola haben wollte. Nein, danke war meine Antwort, und gleich die nächste Frage, ob’s denn Schorle oder Wasser sein sollte. Ein Glas mit 0,2 Liter ist nämlich schon im Preis inbegriffen. Ich hab mich für Wasser entschieden. Nach angemessener Zeit kommt mein Teller Pasta, schaut hervorragend aus, ich denke für mich, wenn’s dann auch noch so gut schmeckt, wie’s ausschaut, ist die Welt für mich wiedermal in Ordnung. Nein, noch nicht ganz, ich würde dazu gerne noch ein Gläschen Wein trinken. Also sag ich meiner Bedienung bescheid, sie fragt gleich sehr geschäftstüchtig, weiß oder rot, was darf’s denn sein? Gut, sie kennt mich natürlich noch nicht, ich frage gleich nach, welchen sie mir denn anbieten kann, würde gerne einen Weißwein trinken. Schon ist sie mit der Flasche da, und fragt mich, wie’s denn mit diesem wäre.

Normalerweise bin ich ja nicht unbedingt ein Freund von Bianco di Custoza, ein trockener Weißwein aus der Provinz Verona, für mich meist zu flach, zu wenig Körper. Heute stimme ich zu, ja den probiere ich gerne, die Kellerei Castelnuovo del Garda vom südöstlichen Gardasee ist mir zwar bekannt, aber den Bianco di Custoza Ca’Vegar habe ich bis heute noch nicht verkostet. Ich bin richtig überrascht, gut gekühlt, sehr fruchtig, ein wirklich schöner, leichter Sommerwein.

Somit alles wunderbar, ich frage noch nach, ob ich denn ein paar Fotos machen dürfte, ein nettes Pickerl zum in die Türe kleben hätte ich auch noch. Wie man unschwer erkennen kann, wurde das wunderbare Qype-Pickerl auch noch falsch angebracht, aber so ist’s wemma need ois selm macht! Der abschließende Espresso, Danesi-Caffè, war gar nicht schlecht, was bei meinen Caffè-Ansprüchen schon ein gewisses Lob darstellt, zudem hat die Chefin des kleinen Hauses mir mitgeteilt, dass er auf selbiges geht. Somit habe ich summa summarum Euro 8,90 bezahlt, inklusive Tipp einen Zehner und war rundherum zufrieden.

Da ich eigentlich einen Bericht immer erst einstelle, wenn ich mindestens zweimal getestet habe, war ich heute nochmals zum Mittagstisch. Hatte mich natürlich wieder vorinformiert, auch den Zeitpunkt auf viertel vor Ans vorverlegt, trotzdem ohne Schwierigkeiten einen Platz gefunden. Ausgesucht hatte ich „Spaghettis m. ProseccoParmesanSauce u. grünen Spargelspitzen“ – Orginaltext von der Seite. „Ich habe gerade die letzte Portion verkauft, würde etwas dauern, bis wieder frisch gekocht wird“ lautete die Ansage der Chefin, habe Zeit, war meine Antwort, wird ja nicht soolange dauern -15 Minuten. Ja 20 werden es mindestens, muss ja erst das Wasser kochen. Na ja, da hab ich eine etwas andere Vorstellung von Küchenorganisation, normalerweise habe ich einen großen Topf mit Nudelwasser auf der Flamme, Portionseinsätze für mindestens 4 Doppelportionen, somit dauert selbstgeöffnete Pasta, je nach Art zwischen 6 und 12 Minuten reiner Garzeit, bei selbstgemachter Pasta sind 2 bis 4 Minuten ausreichend für Pasta al dente. Ok, schon in Ordnung, ich geb hier keinen Kochkurs, versuche mich auf das wesentliche zu beschränken.
Die Pasta waren keine Spaghetti, sondern Linguine, was überhaupt kein Problem darstellte, die grünen Spargelspitzen waren weiß (die offizielle Spargelzeit endet am 24 Juni – beschrieben in einer Bauernregel: „Kirschen rot, Spargel tot“:http://www.qype.com/forums/832/topics/4937-Ende-der-Spargelsaison-2008), vom Prosecco habe ich weder die Flasche irgendwo stehen sehen, und schon gar nichts davon geschmeckt. Ähnliches ist vom Parmesan zu berichten, dafür war eher Sahne, anscheinend Hauptbestandteil der deutschen Saucenküche, und anscheinend als Farbtupfer anstatt des grünen Spargels rote Beeren, oft auch als roter Pfeffer bezeichnet, im Teller vorzufinden, dem es wiederum gut zu Gesicht gestanden hätte, wenn er angewärmt serviert worden wäre.

Zum Abschluss hat auch noch die Rechnung Anlass zum Nachfragen gegeben. Euro 11,00 hat diese ausgemacht, Euro 7,10 für Pasta mit Glas 0,2 Liter Wasser und Euro 3,80 für ein Glas Weißwein, übrigens wieder Bianco di Custoza Ca’Vegar, diesmal allerdings nicht aus einer frisch geöffneten Flasche, und bei weitem nicht so frisch wie beim letzten Besuch, wer weiß, wie lange diese Flasche schon geöffnet auf Verkoster gewartet hat. Die Differenz hat man mir wie folgt erklärt, da ich statt einem 0,2 ein 0,3 Liter Wasser erhalten hätte, erhöht sich der Preis.

Da kommt bei mir eine ziemlich große Unzufriedenheit auf, ich würde es dann viel besser finden, wenn Essen und Getränk getrennt angeboten werden, und statt dem Glas ohne Eichstrich eine Flasche gereicht wird, außerdem weis ich dann auch noch, welches Wasser ich für relativ viel Geld trinke.

Somit muss ich auch meine Bewertung vom ersten Besuch von fast 4 Punkten auf 2 revidieren.

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Verfasst von: concrema | Juli 3, 2008

Qype: Högls Panini in München

MuenchenCafesSandwiches

Mir reicht‘s jetzt wirklich, ich mache diesen Wahnsinn ab sofort nicht mehr mit, und ich bin sehr gespannt, wie lange das noch so weiter geht, bis die Leute endlich aufwachen.

Aber der Reihe nach, bin heute schon seit 5 Uhr morgens unterwegs, komme kurz vor sieben Uhr aus der U-Bahn Station Sendlinger Tor, fahre mit dem Aufzug an die Oberfläche Lindwurmstraße, um an die Haltestelle des StadtBus 152 zu gelangen. Dort angekommen kümmere ich mich erstmal um den Fahrplan, noch 5 Minuten Zeit, da sehe ich auf der gegenüberliegenden Straßenseite wirklich sehr einladend
Högls Panini – Die Snack Bäckerei.
Ja eine Semmel mit Wurst oder Käse, das könnt ich jetzt vertragen, aber reicht denn die Zeit, ich müßte nochmal in den Untergrund, denn die Straße kann man hier nicht überqueren, ein Zaun zwischen den Fahrbahnen soll dies verhindern. Da sehe ich doch wie zwei junge Burschen einfach über den Zaun steigen, ich denke mir, das kann ich doch auch. Gedacht und auch schon gemacht, schon stehe ich in der Bäckerei, alles frisch aufgebaut, wirklich sehr einladend, große Auswahl an belegten Snacks – gibt’s denn kein deutsches Wort mehr dafür denke ich noch so für mich, als die nette Verkäuferin schon fragt, „Was darf‘s denn sein?“. Ich noch ziemlich unschlüssig der Auswahl wegen, Käse oder doch Wurst. Um Zeit für meine Entscheidung zu gewinnen, frage ich doch einmal, was denn diese Semmel mit Hartwurst, könnte auch als Cervelat durchgehen, ein Salatblatt und eine Scheibe Tomate sind auch ersichtlich, denn kostet. Die Antwort kommt ganz cool, jetzt schreibe auch schon ich in Neudeutsch, 2 Euro 90 – mir bleibt im wahrsten Sinne des Wortes die Spucke weg. Ungläubig wiederhole ich, 2 Euro 90 – Antwort : „Ja“.
Kurzes Luftholen meinerseits, dann meine Antwort: „Nein Danke, bei diesem Wahnsinnspreis verzichte ich. Und auch wenn’s in der Zwischenzeit niemand mehr hören kann, sage ich es Ihnen trotzdem noch einmal, es wären in DM fast 6 ich wiederhole fast 6 DM gewesen. Auch wenn Sie persönlich sicherlich nichts dafür können, aber wer hätte zu diesem Preis eine Wurstsemmel oder in Gottes Namen auch Snack gekauft?“.
Die Verkäuferin bringt den Mund nicht mehr zu, aber es kommt auch keine Antwort.

Ich wünsche noch einen schönen Tag, verlasse das Geschäft mit dem Entschluss in Zukunft keine derart überteuerten Snacks mehr zu kaufen.

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Verfasst von: concrema | Juli 3, 2008

Qype: Anton Groiss in München

MuenchenLebensmittelWein, Bier & Spirituosen

Am vorletzten Freitag haben CuA mich eingeladen, es sollte eine Überraschung werden. Schon den ganzen Tag über war es in München unheimlich schwül und drückend, gegen 17.00 Uhr sind dann die ersten schwarzen Wolken über München aufgezogen, aber in der Stadt selbst ist außer weinigen Regentropfen alles ruhig geblieben. Also haben wir uns auf den Weg gemacht, rein ins Auto, ein Mini Cabrio, heute geöffnet, A schaltet wie fast immer Navi im Handtelefon ein. Welch schreckliche Stimme, ich muss immer schmunzeln, brauche sowas zumindest in München nicht, aber dadurch entwickeln sich sehr oft komische Diskussionen, denn die komische Tante Anne oder wie sie auch immer heißen mag, könnte direkt mit mir entfernt verwand sein, sie weis immer alles besser. Ich möchte es einmal erleben, dass diese komische Tussi die gleiche Stecke aussuchen würde.
Heute ist die Ausgangslage allerdings auch eine ganz andere, denn mir fehlt das Wichtigste, ich kann bei mir kein Ziel eingeben, mit Überraschung kann mein Kleinhirn nichts anfangen. Also beobachte ich ganz entspannt, auf der Rücksitzbank im Mini eher verspannt, was denn da auf mich zukommt.
Die Fahrt geht an der Isar entlang, über die Ludwigsbrücke Richtung Osten, am Gasteig vorbei in die Innere Wiener, immer weiter über die Ismaninger, Herkomerplatz, Effner Platz und Effnerstraße … die Spannung steigt, wo soll‘s denn eigentlich hingehen. Es meldet sich wieder meine Freundin mit der überaus netten Stimme, „nach 100 Meter rechts abbiegen in die Johanniskirchner Straße“. Da meldet sich auch schon mein Kleinhirn, die wollen doch nicht etwa in die „Dicke Sophie“, zur Überraschung Ayinger Bier. Es geht wirklich in diese Richtung, unter der S-Bahn durch, hier muss es aber richtig geregnet haben, aber er fährt weiter, Gott sei Dank, kein Ayinger, aber wohin jetzt?

Schon hör ich sie wieder plärren, umdrehen, bei der nächsten Möglichkeit bitte wenden! Hat A. nicht richtig zugehört, kann doch nicht sein – er macht doch keine Fehler!
Bei mir im Hirn brodelt es direkt schon, au ja jetzt kommt der Geistesblitz, „Alte Wiede Fabrik“.

Da bin ich auch schon mal gewesen, neben vielen Künstlern, die hier in Ateliers und Werkstätten in den Räumen der ehemaligen Wiede-Acetylen-Werke arbeiten, findet man hier auch einen Weinhändler, der normalerweise jeden Freitag ab 17.00 Lagerverkauf hat, seine Weine zum verkosten anbietet, aber man kann auch zum Weintrinken kommen und Kleinigkeiten dazu essen. Ja, da kommt sofort Vorfreude auf.

Dort angekommen erzählt uns der sehr freundliche Kellner, dass er heute eine Reservierung hat, und uns wegen des starken Regens, der vor kurzer Zeit hier niedergegangen ist, im Moment nicht weis, ob seine Gesellschaft oben, wie bestellt, oder doch im Keller Platz nehmen wird. Nach kurzem Hin und Her hat er uns dann doch 3 Plätze zugewiesen.
„Darf’s zum Einstieg vielleicht ein Gläschen Welschriesling mit Aperol sein?“ Ja gerne, das probieren wir, erinnert mich sehr stark an meinen Lieblingssommeraperitif Veneto Spritz oder sehr oft auch nur Sprizz genannt, ja in dieser doch sehr ausgefallenen Schreibweise.

Das Getränk kam in einem sektähnlichen Glas, nicht schlecht, für mich eine Spur zu sauer, bedingt durch die Mengenverhältnisse, hier ein Spritzer Aperol, dazu knapp ein 0,1 Liter Welschriesling, an sich ja schon ein Weißwein mit ausgeprägter, fruchtiger Säure und dazu kommt in diesem Fall ein sehr großes Stück Zitrone. Serviert wurde der Aperitif interessanterweise auf einer Serviette von Aperol mit einem Rezeptvorschlag für Aperol-Sprizz, welches zwar meinem sehr ähnlich ist, aber doch nur ähnlich.

Mein Sprizz wird in einem großen Rotweinglas serviert, hat 2 cl Aperol, 0,2 l Weißwein, am besten eignet sich ein Prosecco Tranquillo, also ein stiller Wein aus der Prosecco-Traube gekeltert, allerdings bei uns nur sehr selten erhältlich, weshalb ich entweder auf einen guten Soave, oder einen Pinot Grigio zurückgreife. Aufgespritzt wird der Aperitif mit 0,2 Liter Soda und idealerweise mit einem Achtel Limone, ersatzweise auch Zitrone verfeinert.

Soviel zum Aperitif, anschließend bestellten wir eine Flasche Grünen Veltliner vom Weingut Hellerschmid, Donauland. Ein wirklich herzhaft würziger Wein, genau wie ich mir einen Grünen Veltliner vorstelle, dazu würde vorzugsweise ein richtiges Wiener Schnitzel mit einem schönen Salat hervorragend passen. Sofort assoziiere ich Wien, hier hab ich im Figlmüller, gleich beim Steffl, wie die Wiener liebevoll ihre Domkirche St. Stephan nennen, zwischen der Bäckerstraße und der Wollzeile gelegen, das beste Wiener Schnitzel gegessen.

Wir befinden uns aber in Johanniskirchen, auch wenn‘s durchaus a bisserl wienerisch klingt, ist’s ein Stadtteil im nordöstlichen München, und bei unserem Weinhändler müssen wir uns leider mit kalten Speisen zufrieden geben. Wir bestellen zum Wein einen Brotkorb, eine Pastete, bestellt und von CuA auch als Pastete Pata Negra erkannt, Pata Negra ein Serrano-Schinken vom „schwarzen Schwein“, das zum Schluss nur noch der Eichelmast unterzogen worden ist, konnte ich aber nicht bestätigen, ich hatte eher Entenpastete auf der Zunge, was mir auch mein Gaumen bestätigte. Dazu gab’s noch zwei Sorten grüne Oliven, wobei mir die größeren mit Kern wesentlich besser mundeten, als die kleineren, schon entsteinten.
In der Zwischenzeit war auch die Reservierung eingetroffen, hatten größtenteils auch den Aperitif geordert. Der neu eingetroffene Kellner wurde mit der Frage konfrontiert, was denn Aperol sei.
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Er hat es dabei bewenden lassen, wie Campari.

Da hab ich so meine Zweifel, warum sagt eigentlich niemand, das weis ich leider nicht genau, da muss ich mich noch näher informieren, hätte für mich alle Möglichkeiten der Welt gehabt, z. B. wir sind in erster Linie österreichisch, und nicht unbedingt italienisch ausgerichtet. Wir hatten das Thema daraufhin auch aufgegriffen, für mich ein Unterschied der Alkoholgehalt, Aperol in Italien mit 11 %, bei uns seit kurzer Zeit mit 15 %, Campari hingegen mit 25 %, im Campari sollen über 60 Zutaten zu finden sein, darunter auch Chinin. Ein weiteres Merkmal ist die unterschiedliche Herkunft, der eine aus Padua zur Region Venetien gehörend, der andere aus Mailand, was wiederum zur Lombardei gehört.

In der Zwischenzeit war unsere Flasche mit dem erwähnenswert guten Grünen Veltliner leergetrunken, der Kellner war sehr schnell zur Stelle, wollte uns eine Steigerung anbieten, die wir im Normalfall sicherlich angenommen hätten, aber durch den Regen sind die Temperaturen sehr stark gesunken, unsere Kleidung war zu sommerlich, um bei diesen Temperaturen draußen sitzen bleiben zu können. Außerdem wollte ich die Gläser zumindest vinifiziert haben, wenn der Kellner aber entweder nicht verstanden hat, oder aber er hat nicht gewusst, was vinifizieren bedeutet. Er hat jedenfalls den neuen Wein, eine Cuveé mit dem sehr sinnigen Namen Komposition Lebensfreude vom Bioweinhof Alfred Paradeiser aus Fels am Wagram, einfach ohne auf meine Bitte einzugehen, eingeschenkt. So kann ich den neuen Wein nicht richtig schmecken.

Ganz besonders erwähnenswert für mich das Korkgeld Euro 3,50 – da könnten sich ähnliche Betriebe ein Beispiel nehmen, da macht’s doch noch richtig Spaß mal mit Freunden eine oder auch mehrere Flaschen zu trinken. Ich komme bestimmt wieder!

Mein Beitrag zu Anton Groiss – Ich bin concrema – auf Qype

MuenchenRestaurantsDeutschRestaurantsOesterreichisch

Es ist Sonntag, und es steht der erste Spieltag der Gruppe B bei der Europameisterschaft 2008 an. Die Frage, die sich für mich stellt, wo schau ich mir diese beiden Spiele an, das Wetter spricht leider gegen einen der zahlreichen Biergärten mit Public Viewing. Die nächste Option für mich ist es eine Kneipe oder Wirtshaus auszusuchen, die ein an diesem Spieltag teilnehmendes Land vertritt, also käme ein polnisches, kroatisches oder österreichisches in Frage. Also schnell in Qype nach den verschiedenen Möglichkeiten gesucht. Die Suche „Wirtshaus“ München ergibt 77 Suchergebnisse – zu viele, da muss ich noch besser selektionieren. Die Eingabe „Kneipe“ ergibt gleich 98 Suchergebnisse. So komm ich nicht weiter, was tun? Die Eingabe polnisches, kroatisches oder auch österreichisches Wirtshaus sowie auch ….Kneipe bringt kein Ergebnis. Ich stell mir gerade vor, ich bin das erste Mal auf Qype, da wär ich dann auch schon wieder weg!

Ich versuch’s nochmal, jetzt gebe ich nur polnisch, kroatisch und österreichisch ein. Die Ergebnisse sind durchaus sehr interessant, polnisch ergibt 3 Suchergebnisse, von der polnisch katholischen Seelsorge über die Dolmetscherin zur beeidigten Übersetzerin – für mich nichts dabei. Aber ich gebe noch nicht auf, hab ja noch zwei weitere Optionen, jetzt kommt kroatisch an die Reihe, die Suche ergibt einen Eintrag, Bauger Stüberl in Milbertshofen, das wäre nicht das Problem, aber der Eintrag bedeutet für mich schon das aus, erstens macht der Wirt Eigenwerbung, dazu outet er sich als Raucherclub und hat noch weitere Sockenpuppen am Start!

Meine vorerst letzte Option wäre noch österreichisch – da erscheinen 10 Einträge, da wird ich doch was finden können! Meine Wahl fällt gleich auf den ersten Eintrag, Königsquelle, 3 Beiträge, 5 Qype Punkte – das ist bestimmt keine schlechte Wahl, Telefonnummer auch vorhanden. Also greif ich zum Telefon, Nummer eingeben, schon höre ich eine Stimme mit großer Geräuschkulisse im Hintergrund. Die Frage, habt ihr geöffnet erübrigt sich schon, hab fast eh schon keine Zeit mehr, in einer halben Stunde ist schon der Anpfiff der ersten Partie. Auch die zweite und dritte Frage, übertragt ihr das Spiel, gibt’s noch freie Plätze, wird sehr präzise mit einem kurzen, knappen „Ja“ beantwortet. Die Stimme sagt noch, komm schnell – das hört sich doch gut an, auf geht’s, jetzt aber schnell.
Auf dem Weg zur U-Bahn komm ich an der Ennstaler Stubn vorbei, ein schneller Blick auf die Uhr im Handtelefon sagt mir schon Viertel vor Sechs, da schaff ich die Königsquelle nicht mehr rechtzeitig zum Anpfiff, und das Ennstal liegt auch in Österreich, also nichts wie rein.

Am Fenster ist ein handgeschriebener Zettel angebracht „Hast Du Hunger?“ – das verspricht ja interessant zu werden. In der Gaststube angekommen, trau ich doch meinen Augen nicht, blaue Zettel auf den Tischen der im typischen Augustiner Vorstadtboazn eingerichteten Wirtschaft, der Hammer für mich die Botschaft auf diesen Zetteln, das darf doch wirklich nicht wahr sein. Während der Übertragung der Fußballspiele ist das Rauchen ausnahmsweise erlaubt! Mir fehlen wirklich die Worte, was hat denn Fußball mit rauchen zu tun?
Schon am Dialekt der Bedienung merke ich, das ich in einem österreichischen Gasthaus bin, leider nur noch wenige Minuten bis zum Anpfiff, also entschließ ich mich trotz Rauch zu bleiben – meine Fußballbegeisterung siegt über mein schon militantes Nichtraucherbewußtsein. Gott sei Dank ist das Wirtshaus nicht sehr voll, und nur ein paar Unverbesserliche nutzen die Gelegenheit und holen ihre stinkigen Glimmstengel heraus. Für mich steht aber jetzt schon fest, das ich mit dem Schlusspfiff des Schiedsrichters diese Lokalität verlassen werde.

Gegessen hab ich auch, ganz ösimäßig eine Fritattensuppe, nicht schlecht, aber eben auch nichts besonderes, danach „Abgröste Knödel mit Salat“ für die auch schon gesagtes galt. Als durchaus positiv hervorzuheben ist der Preis von 2,70 Euro für die halbe Augustiner Hell, der Preis von 2,00 Euro für den „Schnitt“ relativiert das ganze aber auch schon wieder.
Jetzt hätt ich vor lauter Raucher das Spiel vergessen, die Ösis sind ihrem Bild voll gerecht geworden, haben den Anfang total verschlafen und da das Spiel gegen für mich enttäuschende Kroaten schon verloren. In der zweiten Halbzeit fast nur noch eine verteidigende, kroatische Mannschaft gegen eine sehr leidenschaftlich kämpfende österreichische Mannschaft, in der Hickersberger für mich viel zu spät die richtigen Spieler mit den erforderlichen Drang zum Tor eingewechselt hat.

Fazit: Für mich hat sich Österreich selbst besiegt.

PS: Im Nachhinein habe ich in Qype die Ennstaler Stubn auch gefunden, allerdings haben die vermeintlichen Sockenpuppen vergessen, bei den Stichwörtern Österreich oder österreichisch einzutragen. Bei Gelegenheit werde ich nach der Europameisterschaft nochmal vorbeikommen, um dem Gasthaus eine zweite Chance ohne Rauch zu geben, hoffe, dass ich dann meine Bewertung verändern kann!

Mein Beitrag zu Ennstaler Stubn, Schrempf Christine Margarete – Ich bin concrema – auf Qype

Verfasst von: concrema | Juli 3, 2008

Qype: Sportsbar in München

MuenchenBars & KneipenKneipenBars & KneipenBarsSports Bars

Das Wetter und natürlich der dazu gehörige Wetterbericht hat mich ja gehörig zum Schwitzen gebracht, geplant hatte ich ja das Auftaktspiel unserer Nationalmannschaft in einem noch nicht bestimmten Biergarten anschauen zu wollen. Aber es sollte nicht sein. Nachdem ich beim ersten Spiel der Gruppe B Austria gegen Kroatien mit meiner ausgewählten Location eine absolute Null gezogen hatte, musste ich schnell entscheiden, denn hier wollte ich absolut nicht mehr bleiben, so können wir keinesfalls Gipfelstürmer werden.

Nach kurzer Überlegung ist mir die Sportsbar eingefallen. Also nichts wie ganz schnell hier weg, auf zu neuen Zielen. Stimmt ja auch haarscharf, denn die Sportsbar ist extra zur EURO 2008 eröffnet worden. Vorher war ein Kroate in diesen eher grenzwertigen Räumlichkeiten. Kurz nach 20:00 Uhr dort angekommen, also noch genügend Zeit das Trikot samt Stutzen und Schuhe anzulegen.

Das Studium der Karte bringt schon die erste Niederlage, kein alkoholfreies Getränk ist relativ zur Menge gesehen günstiger als Bier, das empfinde ich schon mehr als grenzwertig. Es kommt allerdings noch schlimmer, ich hatte wirklich kein Raucherclub-Schild, oder sonstigen Hinweis gefunden, dass hier geraucht werden darf, aber die Bedienung, ein junges Mädel mit rot-weiß-kariertem Schweißband am rechten Handgelenk, mit anscheinend ihrer Freundin, raucht an einem Bistro-Tisch, liegt’s vielleicht am kurz vorher beendetem Spiel Österreich gegen Kroatien, dass ja Kroatien für mich mit einem schon unverschämten Glück mit 1:0 gewonnen hat, darf man deshalb alle Regeln fallen lassen? Ich glaube nicht. Noch dazu war eine größere Gruppe junger Leute im Lokal, von denen keiner im Lokal geraucht hat.

Aber das Rauchen der Bedienung oder die Preisgestaltung der Getränkekarte war alleine nicht das ausschlaggebende, dass ich diesen Laden wirklich nicht empfehlen kann, sondern die fehlende Aufmerksamkeit dem Kunden gegenüber ist das entscheidende Manko. Das ich eine halbe Stunde im Trockenen saß, war schon schlimm genug, nicht alleine für mich, sondern vor allem auch für den Umsatz des Wirtes, der auch nicht anwesend war, aber noch schlimmer finde ich, wenn man nicht in der Lage ist, die Biere, in diesem Fall Becks in allen verschiedenen Geschmacksrichtungen, für mich schon wieder grenzwertig, nicht gekühlt anbieten kann oder auch will. Ich meine, dann sollte man erst gar nicht aufsperren, sondern besser nach Kroatien in den vielleicht wohlverdienden Heimaturlaub fahren, dabei vielleicht auch ein Auge auf die heimische Gastronomie werfen, die machen das Geschäft aber ganz bestimmt viel, viel besser!!!

Noch zwei Sätze zur Hauptsache, deshalb bin ich ja schließlich hierher gekommen, Deutschland hat für mich recht gut gespielt, selbst Lehmann hat sich im Laufe des Spiels gesteigert, obwohl ich geglaubt habe, Joachim (Joggi) Löw, den ich sehr schätze, nimmt sich den legendären Sepp Herberger zum Vorbild, und stellt an Stelle von Lehmann den jungen, international unerfahrenen Rene Adler ins deutsche Tor, genau wie es Sepp Herberger 1962 bei der Weltmeisterschaft mit Wolfgang Fahrian für den etablierten Hans Tilkowski praktiziert hat. Aber es ist ja trotz anfänglicher Nervosität von Lehmann noch einmal gut gegangen.

Bemerkenswert fand ich auch die Untertitel im ZDF. Eine der absoluten Spitzen lautete sinngemäß:
Der Lederball aus Kunststoff wurde …

Welche Dumpfbacke war denn da am Werk?

Fazit: Jungs, ihr seit auf dem richtigen, wenn auch noch sehr steinigen Weg, weiter so!

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Verfasst von: concrema | Juli 3, 2008

Qype: Feinkost Certosa Satish Kumar in München

MuenchenRestaurantsItalienisch & Pizza

Nach einer längeren Pause waren A. und ich wiedermal Mittags im Certosa, diesmal war H1 im Schlepptau. Schwül und drückend war’s, wir wollten trotz der ausgefahrenen Markise die angebotenen Außenplätze nicht in Anspruch nehmen, und setzten uns lieber im Lokal an einem Tisch gleich bei der neu eingebauten Schiebetüre. Im Zuge dieser Maßnahme sind auch weitere Renovierungsarbeiten, wie z. B. neue Farbe für Decke und Türe, durchgeführt worden, was sich gleich in einem freundlicheren, frischen Ambiente bemerkbar macht.

Bestellt hab ich mir eine Pennette mit Salsiccia, dazu ein Salat, der bereits vorher serviert wird, was mir wiederum sehr gut gefällt. Der Salat ist in Ordnung, nichts herausragendes, die Pasta handwerklich richtig gut zubereitet, die Portion für mich allerdings viel zu groß. Für mich wäre es viel angenehmer, wenn die Portion um fast die Hälfte kleiner wäre, und dafür sich der Preis von 9,50 Euro, was mir sehr hoch erscheint, auf 7,00 Euro reduzieren würde. Auch den Preis für die Getränke, im speziellen für Wasser, z.B. die 1 l Flasche Pellegrino für 5,10 Euro find ich einfach zu hoch.

Aber dieses Problem mit viel zu hohen Wasserpreisen hat man nicht nur hier im Certosa, sondern ist mit sehr wenigen Ausnahmen in ganz München, einschließlich Umland ein großes Problem. Ich fühl mich dabei immer, als wenn ich wiedermal richtig abgezockt worden bin.

Um nochmal auf die von mir probierten Gerichte zurück zukommen, wobei ich mir fast immer Pasta bestellt habe, habe ich eigentlich immer gute Qualität serviert bekommen, nicht einmal hätte ich was zu bemängeln gehabt, was die Zubereitung anging, auf die Quantität war ich ja schon eingegangen. Auch was den Service angeht, fühlt man sich bei Franca bestens aufgehoben.

Zwei Sachen, die mir noch aufgefallen sind, möchte ich nicht unerwähnt lassen. Unser Tisch stand schräg zur Wand, ich hatte in diesem Fall das zweifelhafte Vergnügen, dass ich sowohl einen Tisch im Außenbereich als auch unseren Nachbartisch im Auge hatte, und da bot sich gar schreckliches.
Franca kann ich dafür natürlich nur bedingt verantwortlich machen, schließlich ist sie ja nicht die Mutter ihrer italienischen Kundin (vielleicht aber Freundin), aber hätte sie nicht ihrem Gast (denke mir Stammgast) vielleicht anbieten können, oder sogar anbieten müssen, den selbigen zu filetieren?

Am Tisch neben uns zwei junge Italienerinnen, eine mir den Rücken zugewandt, die andere war mit ihrem Teller Spaghetti der Art am kämpfen, trotz zu Hilfenehmen des Löffels. Bis dahin hatte ich immer geglaubt, dass jeder Italiener sozusagen schon im Mutterleib mitbekommt, wie diese ohne Löffel gegessen werden, dem ist nicht so! So verliert für mich auch der Satz vieler meiner italienischen Freunde an Bedeutung, bis jetzt erfüllte mich dieser sehr oft mit einer ganz gewissen Portion Stolz. „Bädda brauche keine Löffel, ist fast schon richtige Italiener“.

Genauso verunsichert hat mich aber auch der „Tedesco“, der sich im Außenbereich an seinem Fisch, einer Dorade, zu schaffen gemacht hat, das ich nicht mehr gewusst habe, wo ich denn hinschauen sollte. Dabei ist mir dann aufgefallen, dass auch die Decke einen neuen Anstrich bekommen hat, was ihr außerordentlich gut steht.

Mein Beitrag zu Feinkost Certosa Satish Kumar – Ich bin concrema – auf Qype

Verfasst von: concrema | Juli 3, 2008

Qype: Dalto’s Munich – New York in München

MuenchenRestaurantsItalienisch & Pizza

Nach der letzten Quwippe-Night, soll jetzt ausnahmsweise wirklich keine Anspielung sein – ich bin mir ziemlich sicher, dass zumindest der sogenannte harte Kern auch ohne den Gutschein bei REWE oder sonst irgendwo einlösen zu müssen, und dabei nicht einmal irgendwelche Regularien beachten zu müssen, sich weiterhin treffen kann und auch wird, wollte ich mit Bruno noch auf einen Absacker.

Erst hatten wir natürlich nicht die richtige Idee, auf Schusters Rappen waren wir inzwischen am Kurfürstenplatz angelangt, was tun, in die Hohenzollernstraße Richtung U-Bahn Station Hohenzollernplatz, oder doch lieber am Kürfürstenplatz auf die "27" warten – mal ganz ehrlich, ich fahr viel lieber mit der Tram, da sieht man doch wenigstens was, Frau natürlich auch. Der Fahrplan an der Haltestelle sagt uns aber, dass wir 10 Minuten warten müssen, nein in 10 Minuten laufen wir aber locker zur Absackeradresse, die mir in der Zwischenzeit eingefallen ist, also los – laufen tut auch wirklich gut, man stelle sich nur die verbrauchten Kalorien vor, da trinkt sich doch der Absacker gleich wieder ohne Gewissensbisse – wollt ich denn nicht eigentlich abnehmen? Da war doch was – nein, das hat ja wirklich bis morgen Zeit.

Wir sind schon in der Nordendstraße, da hör ich eine Stimme, ich trau meinen Augen nicht, wir sind auf Höhe des "Il Gattopardo" – eindeutig Fabio, mein Freund Fabio Gasparetto. Ich hab mich nicht getäuscht, schon höre ich: Hääh Bädda!
Auf die andere Straßenseite, wir schließen uns in die Arme, ich glaub’s nicht, was machst Du denn hier? Ich helfe hier nur, hat endlich geklappt, hab verkauft, bin Vater geworden, sprudelt es aus ihm heraus. Herzlichen Glückwunsch, alles bene? Si, si – komm darauf müssen wir eine scheene Prosecco trinken!

Auf diesem Weg hab ich erfahren, dass meine Freunde Fabio nicht mehr Patrone im Degustini ist. Welch schöne Stunden hab ich da verbracht – war unheimlich gerne da, wunderbar gegessen, phantastische Weine getrunken, Menüs miterleben dürfen – ich werd nie vergessen, beim "Italiener" ein 7-Gang-Menü von Fabrizio Frau, ein wirklich begnadeter Koch, mit 7 verschiedenen Rieslingen, alle von "Schloss Vollrads":http://www.schlossvollrads.de/index2.html, heute kann ich noch die Verzückung spüren, Riesling zu Lamm, geht nicht, hab ich bis zu diesem denkwürdigen Abend auch gedacht – stimmt überhaupt nicht, ich war dabei!

Wenn ich an das wunderbare Gespräch mit Gutsdirektor Dr. Rowald Hepp denke, Hinweis für meinen Freund barmann56, übrigens auch ein "Frangge". Alleine wenn ich erzählen sollte, wie ich Fabio kennengelernt habe, eine wunderschöne Geschichte für sich. Aber so spielt das Leben, irgendwann ist alles vorbei!

Letzten Samstag hab ich mich dann auf den Weg gemacht, hat mir einfach keine Ruhe gelassen, musste einfach wissen, wer ist der Nachfolger im Degustini. Das Lokal liegt ja etwas versteckt, man geht entweder vom Kapuzinerplatz aus kommend durch das große Tor neben dem Paulaner Bräuhaus, ist übrigens auch der Weg zum Biergarten vom Bräuhaus, oder man kommt von der Kapuzinerstraße. Das war mein Weg, ein Hinweis Neueröffnung über das Degustini-Schild, mehr war nicht. Langsam komm ich näher, auf der Terrasse nur 1 Tisch mit 2 Leuten besetzt, im Lokal nochmal 2 an einem Tisch, und das gegen 21 Uhr.
Schon hat mich der Cameriere entdeckt, kommt auf mich zu, und sagt zu mir:

„Sie können ruhig reinkommen, wir sind kein Nobelrestaurant, sie können auch nur eine Pasta essen und dazu was trinken!“ Hat ich ja auch vor und schon Platz genommen, die sofort gebrachte Karte in Augenschein genommen, wenig auf der Karte, 3 Pasta-, 2 Fisch- und 2 Fleischgerichte, und Dessert. Find ich sehr gut, da kann ich davon ausgehen, dass alles frisch zubereitet wird. Ich entscheide mich für Orecchiette mit Salsiccia für 12,50 Euro, das günstigste Gericht auf der Karte. Dazu bestelle ich mir ein Glas Falanghina del Taburno von der Masseria Frattasi 0,1 l für 4,20 Euro.

<img src="http://www.masseriafrattasi.it/img/falanghina-del-taburno.jpg">

Der Wein wirklich hervorragend, obwohl zur Pasta bestimmt besser ein Rotwein, zum Beispiel der auf der Karte angebotene Primitivo Amaro, ein Wein aus Apulien gepasst hätte. Auch an der Pasta hatte ich geschmacklich überhaupt nichts auszusetzen. Wenn ich allerdings an die Aussage des sehr freundlichen, stets sehr um das Wohl seiner Gäste bemühten Cameriere denke, kommen mir so einige Bedenken. Für eine Pasta und ein Gläschen Wein hab ich inklusive Tipp 18,00 Euro bezahlt – find ich extrem teuer.

Der neue Patrone Giovanni Dalto, der auch das Bistro Casa Mia in Rottach-Egern betreibt, hat anscheinend von dort die Preisgestaltung mitgebracht.

Nachdem ich immer erst dann schreibe, wenn ich mindestens zwei Mal ein Restaurant besucht habe, war ich nochmals da. Jetzt zum Lunch, es gab zwei Menüs zur Auswahl. Ich hab mich Menü 1 entschieden, vorweg ein Salat, dann Penne mit Lammragout für 8,60 Euro, dazu ein 0,5 l Acqua Panna für 2,90 Euro. Da gab’s für mich auch preislich nichts auszusetzen, der Salat war bemerkenswert gut, eine hervorragende Vinaigrette, wohl mit etwas Senf angemacht.

Ich bin sehr gespannt, wie sich das neue Dalto’s entwickeln wird, und werde bestimmt wiederkommen.

Mein Beitrag zu Dalto’s Munich – New York – Ich bin concrema – auf Qype

Verfasst von: concrema | Juli 3, 2008

Qype: Piccola Italia Ristorante Pizzeria in München

MuenchenRestaurantsItalienisch & Pizza

Für mich eine ganz hervorragende Adresse, wenn es um gutes, bekömmliches, wohlschmeckendes, belebendes, neuekraftschöpfendes Mittagessen geht, auf “Neudeutsch” heißt das heute Lunch oder noch viel wichtiger kommt das Businesslunch daher. Mal ganz ehrlich, man(n) fühlt sich doch gleich ganz andreas.

Im nördlichen Italien sitzt man sehr gerne im Freien, kann man(n) auch hier hervorragend, die Tische stehen am Gehsteig in der Alramstaße, genau nach Süden ausgerichtet, wenn die Sonne zu stark scheint, werden schützenden Markisen ausgefahren. Sobald ein Gast oder besser Gäste am Tisch platznehmen, kommt auch schon der freundliche Cameriere mit einer weißen, frisch gestärkten Mitteldecke, die auf der blauen Tischdecke über Eck gelegt wird – das sieht schon sehr einladend aus. Unglaublich, wie man mit solchen Aufmerksamkeiten die Vorfreude auf ein gutes Essen anschieben kann. Mit der Tischdecke bringt der Cameriere auch gleich die Karte, verbunden mit der Frage, was darf’s denn zum Trinken sein.
So stell‘ ich mir hervorragenden Service vor, und es war kein Einzelfall, ich wurde bis jetzt immer mit der gleichen Freundlichkeit und Aufmerksamkeit bedient.
Ich werde versuchen, die beiden letzten Besuche etwas detailierter zu beschreiben. Täglich werden zur normalen Karte noch 2 Menüs angeboten, die ich unbedingt empfehlen kann. Z.B. habe ich mich am letzten Freitag für Menü 2, Wolfsbarschfilets mit Gemüse und vorab einen gemischten Salat entschieden, der Preis dafür 11,80 EUR.
Der Salat kommt in einer mittleren Porzellanschüssel, schaut nicht nur sehr frisch und knackig aus, sondern schmeckt auch so. Selbstverständlich werden Essig, Olivenöl, Salz und Pfeffer zum eventuellen Nachwürzen ohne extra darum bitten zu müssen, bereitgestellt.
Für mich selbst ist dabei wichtig, dass der Salat schon angemacht kommt. Ein nackter Salat ist für mich schwierig, denn bis jetzt hab ich‘s noch nicht erlebt, dass für eine Vinaigrette alle Zutaten inklusive Schneebesen bereitgestellt werden. Die Zutaten einfach über den Salat geben und dann mischen gibt nicht das Ergebnis, das ich haben möchte.
Dann kommt das Wolfsbarschflet mit Gemüse, perfekt auf der Hautseite gebraten. Das Gemüse, Zucchini, Karotten und Kartoffeln sehr schön in Form geschnitten, in Olivenöl angebraten, gut gewürzt, und für mich genau richtig, also noch mit Biss und keinesfalls zu weich – hervorragend!
Zum Abschluss, und das obwohl es nicht auf der Karte bzw. auf der Tafel angekündigt war, ein kleine, köstlich schmeckende Tiramisu im Glas gereicht.
Am gestrigen Donnerstag hab ich mich für Menü 1 entschieden:
Büffelmozarella auf Rucola, dann Pasta mit gemischten Pilzen. Der Preis dafür 8,60 EUR.
Der Mozzarella di bufala, typische Nockenform und von hervorragender Konsistenz und Farbe auf den Rucola, hier mein Kritikpunkt, zu viele Stiele, das ist schlechter Stil – dabei ist es eigentlich sehr einfach, man(n) kauft nicht lose, sondern gebündelt, und schneidet sehr großzügig ab. Nicht unerwähnt möchte ich auch die beiden Tomatenachtel lassen, die mich eher an Holland als an das von mir geliebte Sizilien erinnerten.
Aber ich muss mich gerechterweise wohl etwas zurücknehmen, ich erzähle hier von einem hervorragenden Businesslunch, nicht im Tantris oder bei Schuhbeck, wo in beiden Fällen ein vielfaches des hier verlangten Preises zu bezahlen wäre, sondern ich bin bei einem hervorragenden “Vorstadtitaliener”.
Die Pasta, punktgerecht all dente, die gemischten Pilze von ausgezeichneter Konsistenz, nicht verkocht oder gar matschig, für mich eine Spur zu salzig, ich wäre großzügiger mit der Petersilie gewesen, hätte bestimmt eine klitzekleine Menge frische, kleingeschnittene Peperoncini in die Sauce gegeben – ich wiederhole mich, es schmeckt hier vorzüglich.
Zum Abschluss, und ich verweise nach oben, kommt eine köstlich schmeckende Nocke mousse au chocolat, hervorragend in der Konsistenz, deutlich kleine Schokoteilchen,das rundet das ganze Menü wunderbar ab, ich bin wirklich zufrieden, ein angenehmes Gefühl, neu motiviert.
In der Karte hab ich von einem Surprise-Menü am Abend gelesen, das werd ich ganz bestimmt zu nächster Gelegenheit ausprobieren, da freu ich mich heute schon drauf.

Für mich 4 3/4, fast schon 5 Sterne, aber wahrscheinlich liegt meine Maßstab sehr hoch.
Und was natürlich bis jetzt keine Berücksichtigung fand ist die Weinkarte. Und die trägt nach meiner Meinung auch wesentlich zu einem Gesamturteil bei.

Mein Beitrag zu Piccola Italia Ristorante Pizzeria – Ich bin concrema – auf Qype

Verfasst von: concrema | Juli 3, 2008

Qype: Pizzeria Europa in München

MuenchenRestaurantsItalienisch & Pizza

Letzten Dienstag hat KUH, von mir auch Nachrichtensprecher genannt, uns zum Pizzaessen eingeladen. Er hat uns, Andreas und mir, schön öfter von den superguten, *leckeren* Pizzen in seiner Lieblingspizzeria Europa erzählt.

Meine Erinnerung an die Pizzeria ist nicht ganz so gut, hatte ich mich wegen der Adresse derselben zu einer Wette hinreisen lassen, was mich eine Flasche Fraenzi gekostet hat. Gott sei Dank durfte ich ein Gläschen mittrinken!

Den Grund der Einladung muss ich unbedingt auch noch erzählen. KUH hat seine Espressomaschine nach einem Kompletttuning mit Turbolader, Breitreifen, stärkere Federbeine …..nein, bei einer Espressomaschine heißt das doch ganz anders, abgeholt. Je bigger the boys, je toller the toys. Überglücklich wie er war, wollte er uns auch an seiner Freude teilhaben lassen. Das ist ja auch mal schön, Anerkennung auf diesem Weg erfahren zu dürfen. Also zum Telefon gegriffen und für 3 Personen reserviert, 20 Minuten später sind wir schon vor Ort und studieren die Karte. Ein riesiges Angebot von verschiedenen Pizzen, unterteilt auf der Standardkarte und weitere Variationen finden sich auf der Tageskarte.

Da wird schon die Wahl zur Qual!

Nach Abwägen aller möglichen Eventualitäten steht endlich meine Wahl unumstößlich fest, ich nehme Tonno e Cipolle. Diese Variation hab ich schon länger nicht mehr probiert. Der Pizzaiolo, in unserem Fall sogar der Chef macht sich sogleich an die Arbeit. Nach kurzer Zeit werden uns 2 Pizzen serviert, KUH hatte Calzone bestellt und meine, aber was ist aus Andreas Pizza geworden? Ich hatte noch gesehen, dass der Pizzaiolo deren 3 aus dem Holzofen geholt hat. Wenige Augenblicke später kommt auch seine – ist anscheinend in der Küche nachbearbeitet worden.

Beim Essen geht’s sehr ruhig und gesittet zu, Andreas bekleckert ausnahmsweise sein Hemd mal nicht! Obwohl ich schon bemerke, das nicht nur ich neugierig meine Augen von der einen zur anderen Pizza wandern lasse. KUH ist als erster fertig und sogleich ist der Cameriere zur Stelle, um den Teller abzuräumen und um mit der berühmten Frage zu glänzen: Wars recht so?

Aber heute setzt nicht der ansonsten bei vielen Menschen beobachtete Mechanismus ein. Wie mir oft scheint, wird ein erzwungenes, höffliches Ja aus dem Mund gepresst, vielleicht auch, um nur seine Ruhe zu haben.

KUH meinte, seine Pizza wäre heute nicht so wie sonst immer. Worauf der Cameriere sofort antwortete, warum er den das nicht gleich angesprochen hat, man hätte ihm sofort eine andere gemacht. Na da staun ich aber, hab gedanklich bei den abgezogenen Punkten schon einen wieder dazu gefügt. Als nächster ist Andreas an der Reihe, wie ich mir schon dachte, war er mit der mit einem halben Liter eiskalter Crème fraîche getoppten, daraufhin dann lauwarmen Lachspizza nicht einverstanden.

Ich durfte auch noch meine Meinung kund tun. Ich hatte zu bemängeln, dass der Boden für mich zu dick, der Käse zu viel, und die Zwiebeln zu matschig waren. Außerdem hatte ich mir keine Gemüsezwiebeln, sondern rote, am besten Cipolle di Tropea, die besonders wohlschmeckenden aus Sizilien erwartet, was aber eindeutig mein Fehler war, weil mir beim Lesen meine Phantasie einen Streich gespielt hat, und ich bei Cipolle sofort Cipolle di Tropea assoziiert habe.

Nachdem der Cameriere volle Breitseite von uns 3 abgekriegt hatte, wollte er uns besänftigen, und uns einen Caffè anbieten, den KUH und ich Gott sei Dank in einen Averna umwandeln konnte. Aber Andreas, unser Fahrer, durfte in den sauren Apfel, nein kein Apfel, sondern es war Polo Cafe, beißen.

Mein Beitrag zu Pizzeria Europa – Ich bin concrema – auf Qype

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