Den Sonntag nutze ich sehr oft, um ausgiebige Spaziergänge durch München zu machen, neue Plätze, Lokale, Veranstaltungen und vieles mehr auszukundschaften. Dabei bin ich immer wieder selbst erstaunt, wie viel neues es immer wieder zu entdecken gibt. Als Nebeneffekt habe ich auch feststellen können, dass ich bei meinen Spaziergängen nicht nur für mein körperliches Wohl einen guten Beitrag leisten kann, sondern auch dabei viele Gedanken, die mich beschäftigen, ordnen kann.
Am Sonntag war ich unterwegs Richtung Glockenbachviertel, in München derzeit besonders angesagt, viele Gegensätze tun sich da auf, lange Zeit Arbeiterviertel, dann das Münchner Zentrum der Schwulen- und Lesbenszene, heute wohnen und Leben auch viele junge Familien mit Kindern hier. Im Moment, so mein persönlicher Eindruck ist das ganze Viertel dabei, sich zu verändern.
So kam ich auf dem Weg vom alten Südfriedhof, der das Glockenbachviertel im Westen begrenzt, zur Kirche
St. Maximilian fast an der Isar gelegen und die östliche Begrenzung des Viertels darstellt, in der Klenzestraße an zwei, seit kurzem drei Lokalitäten von Stefan Alof vorbei. Das erste war das Cafe Maria, dann kam die Bar Josef dazu, und seit kurzer Zeit noch ein Eisladen, und wie wird der wohl heißen? Nein, nicht Jesus, was für mich ja naheliegend gewesen wäre, sondern Jessas.
Das Cafe Maria, früher ein Getränke- und Süßwarenladen, wie einem die nostalgische Fassadenaufschrift heute noch verrät, verbreitet mit seiner einfachen und doch skurril anmutenden Einrichtung Wohnzimmer-Wohlfühlatmosphäre. Im Sommer sitzt man aber lieber draußen, und da hat das Cafe Maria einiges zu bieten. Besonders gut gefallen mir die beiden alten Garnituren der Tegernseer Brauerei, die schauen aus, als ob sie schon vorm Bräustüberl in Tegernsee gestanden hätten. Auch scheint dieser Platz besonders von der Sonne verwöhnt zu werden.
Die Karte ist aufgeteilt in eine Tages- und eine Standard- mit Getränkekarte, alles für München zu durchaus moderaten Preisen, ich habe mich für Salat mit gebratenen Seelachsstücken und Zitronen-Joghurt-Sauce für EURO 6,40 entschieden.
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Der Salat und besonders der Fisch in hervorragender Qualität und wunderbar gebraten, die Sauce allerdings hatte mit Zitronen-Joghurt wenig zu tun, ich habe nur Knoblauch geschmeckt – schade. Wenn schon Knoblauch, dann geb ich maximal halbierte Zehen zum aromatisieren in die Sauce, die ich dann vor dem Servieren wieder entferne, und zusätzlich greife ich immer wieder gerne auf Schuhbeck’s Spezialität zurück, und gebe frischen, in Scheiben geschnittenen Ingwer dazu, und jedesmal wieder bin ich von der neutralisierenden Wirkung des Ingwers von neuem begeistert. Und ich habe mich so lange gegen den Ingwer gewehrt. Getrunken habe ich dazu eine Original-Schneider-Weisse, muss man ja in der Zwischenzeit immer extra anmerken, da’s ja auch eine Schneider-Weisse Weizen Hell gibt, das mir allerdings bei weitem nicht so gut schmeckt, wie das Original. In der Zwischenzeit brennt der Planet aber so stark vom Himmel, dass auch der Sonnenschirm keinen Schutz mehr bieten kann, also dann bis zum nächsten Mal!
Mein Beitrag zu Cafe Maria Inh. Stephan Alof u. Karsten Schnauer – Ich bin concrema – auf Qype